Modellregion Salzburg
Veranstaltunsghinweis
Smart Grids Week Salzburg 2010
22. Juni 2010:
D-A-CH-Workshop mit Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen zu den Task Forces
23. - 25. Juni 2010
Fachkonferenz mit Projektforum. Neben Keynote Referaten werden europäische Demoprojekte und österreichische Pionierregionen vorgestellt. Den Abschluss bildet am Freitag die Präsentation der aktuellen Ausschreibung im Rahmen des Programms "Neue Energien 2020" mit eingehender Einreichberatung.
Veranstalter
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, Land Salzburg und Salzburg AG für Energie, Verkehr und Telekommunikation. Weitere Informationen finden Sie unter www.ENERGIESYSTEMEderZukunft.at.
Was sind Smart Grids*?
Smart Grids sind intelligente Energienetze; die alle Akteure des Energiesystems mit einander vernetzen und Datenaustausch und Energietransport in beide Richtungen ermöglichen.
Die Akteure in intelligenten Netzen sind:
- Zentrale Erzeuger
- Verteilte Erzeuger
- Speicher
- Verbraucher
- Stromnetz
Das Stromnetz gestern
Früher wurde Energie hauptsächlich in zentralen Großkraftwerken erzeugt und über das Stromnetz an die Verbraucher geliefert. Die Speichermöglichkeiten für überschüssige Energie waren gering, so dass die Erzeugung zu jeder Zeit exakt an den Verbrauch angepasst werden musste.
Das Stromnetz heute
Heute gibt es zunehmend auch kleine, räumlich verteilte Erzeugungsanlagen wie Fotovoltaikanlagen und Biomasse- oder Kleinwasserkraftwerke, die ins Stromnetz einspeisen. Der Verbraucher erhält Strom von verschiedenen Energielieferanten, der Netzbetreiber ist für den Transport der Energie verantwortlich. Der Ausgleich zwischen Erzeugung und Verbrauch, aber auch die Erhaltung der Versorgungssicherheit und -qualität wird zunehmend zur Herausforderung.
Das Stromnetz morgen
Im Stromnetz von morgen steigt die Anzahl der Akteure weiter. Es gibt immer mehr verteilte Erzeugungsanlagen. Kunden können selbst zum Erzeuger werden, wenn sie überschüssigen Strom über das Netz anbieten. Der Strom fließt je nach Angebot einmal in diese und dann in die andere Richtung. Neue Speicherformen (z.B. Akkus in parkenden Elektroautos) gleichen Erzeugungs- und Verbrauchsspitzen aus und helfen den Einsatz erneuerbarer Energie zu optimieren. Morgen können die Verbraucher durch eine intelligente Zählertechnik (Smart Metering) ihr Verbrauchsverhalten aktiv steuern. Damit ein derart komplexes Zusammenspiel funktioniert, brauchen wir eine moderne Infrastruktur und neue Technologien im Stromnetz.
Darüber hinaus wird auch die Einführung der Elektromobilität den Aufbau von Smart Grids zusätzlich treiben: Einmal macht die Einführung der Elektromobilität aus Klimasicht nur Sinn, wenn die Energie für Mobilität aus erneuerbaren Energien gewonnen wird - die Frage der Integration vieler dezentraler Erzeugungseinheiten wird daher damit zusätzlich forciert. Auf der anderen Seite können die vielen Batterien in den E-Fahrzeugen zukünftig als mögliche Energiespeicher dienen: Fahrzeuge stehen über 90% ihrer Lebensdauer. Bei einer breiten Umsetzung der E-Mobilität (in Österreich gibt es heute rd. 5 Mio Fahrzeuge) sind statistisch immer ein Großteil irgendwo am Stromnetz zum Laden angeschlossen.
Aus Fotovoltaik- und Winderzeugungsanlagen erzeugte Energie könnte somit in den Autobatterien zu Zeiten hoher Energieproduktion und geringen Energieverbrauches zwischengespeichert werden und zu Zeiten hohen Energiebedarfes wieder abgerufen werden. Die Machbarkeit solcher Konzepte wird unter dem Schlagwort "Vehicle to Grid - V2G" weltweit erforscht und geprüft.
Die Salzburg AG beschäftigt sich bereits seit 2004 mit derartigen Konzepten und hat mit Partnern bereits mehrere Projekte zu diesem Thema bearbeitet. In einer Ausschreibung des Klima- und Energiefonds im Oktober 2009 konnte die Salzburg AG erneut ihre Innovationskraft unter Beweis stellen und mit den gemeinsam mit starken Partnern eingereichten Projekten jeweils die Prämierung zur "Smart Grids Modellregion Salzburg" sowie zur Modellregion Elektromobilität "ElectroDrive Salzburg" gewinnen. Damit wollen wir heute schon sicherstellen, den Kunden in Salzburg zukunftsweisende Technologien und Dienstleistungen frühzeitig und umfassend zur Verfügung stellen zu können.
Um diese nationalen und internationalen Entwicklungen zu koordinieren und die Entwicklungskräfte zu bündeln, wurden in Österreich zwei Initiativen gegründet, wo relevante Stakeholder aus allen Bereichen und Branchen gemeinsam die Weiterentwicklung der Themen Smart Grids und E-Mobilität voran treiben:
Zum Thema Smart Grids die Nationale Technologieplattform Smart Grids Austria - weitere Infos unter www.smartgrids.at und
zum Thema E-Mobilität die von BmVIT, Lebensministerium und Klima- und Energiefonds initiierte Plattform e-connected - siehe www.e-connected.at.
Beide Initiativen haben Mitarbeiter der Salzburg AG und der Salzburg Netz GmbH von Beginn an maßgeblich unterstützt und dabei treibende Rollen übernommen.
* (engl.) intelligente Netze

- Smart Grid - das intelligente Stromnetz der Salzburg AG



